Lampe ohne Erdung anschließen: Anleitung & Sicherheitshinweise
Damit eine Lampe leuchtet, benötigt sie im Grunde nur zwei Dinge: eine stromführende Leitung (Phase, meist braun oder schwarz, Klemme L) und einen Rückleiter (Neutralleiter, blau, Klemme N). Doch in den meisten modernen Deckenkabeln findet sich noch ein dritter Draht: der gelb-grüne Schutzleiter. Er dient dazu, gemeinsam mit dem Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) vor Stromunfällen zu schützen.
Doch was tun, wenn die neu gekaufte Lampe gar keinen Anschluss für dieses Erdungskabel besitzt? Oder andersherum: Wenn aus Ihrer Altbau-Decke nur zwei Kabel kommen, die Lampe aber eine Erdung verlangt? Wir erklären Ihnen, wie Sie sicher vorgehen.

Was ist der Schutzleiter eigentlich?
Der Schutzleiter ist leicht zu erkennen: Er besitzt eine gelb-grüne Ummantelung. Diese Farbkombination wurde gewählt, damit sie auch bei Farbfehlsichtigkeit eindeutig identifizierbar ist. Angeschlossen wird er an der sogenannten Erdungsklemme des Gehäuses oder an der Klemme mit der Bezeichnung PE („Protective Earth“).
Seine Funktion ist lebenswichtig: Er stellt eine Verbindung zwischen leitfähigen Metallgehäusen der Lampe und der Erde her. Sollte sich im Inneren der Lampe ein Kabel lösen und das Metallgehäuse berühren, würde das Gehäuse unter Strom stehen. Der Schutzleiter sorgt in diesem Moment dafür, dass der Strom sofort abfließt und die Sicherung oder der FI-Schalter auslöst. Ohne diesen Schutz könnte eine Berührung der Lampe tödlich enden.